Stiere und Stierrennen

Stiere sind aus der Camargue nicht wegzudenken! Die Stiere der Camargue und die damit verbundenen Traditionen sind die Grundlage für die Eigentümlichkeit der Region PROVENCE PAYS D’ARLES. Die Stierrennen versammeln jedes Wochenende mehr als 17000 Begeisterte in den Arenen der ganzen Region und bei allen Festlichkeiten gibt es die traditionellen „abrivado“ und „bandido“, bei denen tapfere Burschen sich an den Stieren messen, die unter der Hut der berittenen Stierhirten die Dörfer durchqueren. Die Leidenschaft wird hier zur Religion, zum „Glauben an den Stier“ (fé di biou)!

 

 

Wild und unbezähmbar herrscht der Stier über die Region PROVENCE PAYS D’ARLES. Bei allen Festen vorhanden, vereinigt er Jung und Alt mit derselben Leidenschaft. Trauen Sie dem scheinbar trägen Wiederkäuer nicht, wenn er auf der Weide grast! Er zeigt sein Ungestüm dann, wenn er nicht mehr unter Artgenossen ist. Schnell, angriffslustig, athletisch – diese Eigenschaften veranlassten die Menschen der Camargue zur Erfindung der Stierrennen.

 

Von Ostern bis Allerheiligen können Sie die Husarenstücke der „Raseteurs“ (von „raser“ = dicht an etwas vorbeifahren, streifen) und Stiere in den Arenen des Landes bewundern. Dieses gefährliche Spiel, das im Laufe der Zeit zum Berufssport wurde, unterliegt zahlreichen Regeln. Es geht hierbei darum, mit Hilfe eines Hakens den an den Hörnern des Stieres befestigten Schmuck, eine rote, auf der Stirn befindliche Kokarde, zu ergattern. Beim Streifen sind Schnelligkeit, Angriffsrichtung, vorausschauendes Handeln und gute Kenntnisse über die Stiere wichtig. Dieses Wissen verhilft dem „Streifer“ dazu, den Hörnern des Stiers so nahe wie möglich zu kommen und den Wettkampf durch geschicktes Ausweichen fortzuführen. Die Sache ist gefährlich, denn gute Stiere verfolgen die Kokardenjäger bis zur Bretterwand, ja sogar darüber hinaus.

 

Für diese Stierrennen gibt es in der Camargue sogar Meisterschaften: Die „Trophées des As“» für die Elite der „Stierstreifer“ und die „Trophée de l’Avenir“ für deren junge Nachfolger. Natürlich gibt es für diese Turniere wichtige Termine. Am ersten Montag im Juli findet die „Cocarde d’Or“ (Goldene Kokarde) als Abschluss der Feste in Arles statt. Im Oktober können Sie dem Finale der Trophäe der Asse beiwohnen, das teils in Nîmes und teils in Arles abläuft. Am zweiten Sonntag im September können Sie nach Châteaurenard zum Finale der „Trophée des Maraîchers“ fahren. Andere unumgängliche Ereignisse sind das „Crochet d'Argent“ in Fontvieille im August, das Finale der „Olives Vertes“ in Mouriès im Oktober und das „Corne d’Or“ in Eyragues. Die Stiere werden in Herden aufgezogen und aufgrund ihres Charakters und ihrer körperlichen Kraft für die Kämpfe ausgewählt. 

 

Jeder Züchter träumt davon, eines Tages den Titel „Biòu d’Or“ (Goldener Stier) für den besten Stier des Jahres zu erhalten, wodurch sein Name endgültig in die Siegerliste der besten Herden eingeht. Einige Stiere werden zu wahren Publikumsmagneten und manchmal sogar durch Statuen verewigt. Das Leben der alten Kämpfer endet ganz friedlich und in allen Ehren auf der Weide, zusammen mit ihrer Herde. Früher waren die sogenannten „Manades“ rein landwirtschaftliche Betriebe, mehr und mehr jedoch öffnen sie ihre Türen, um der Öffentlichkeit ihre Arbeit und ihre Traditionen zu erklären. Heute gibt es viele Betriebe, die zu den „Tagen der Camargue“ einladen und Ausflüge zu Pferd, mit der Kutsche oder im Anhänger zu ihren Stierherden anbieten – eine interessante Gelegenheit, um die Arbeit der Stierhirten kennenzulernen.

 

Die Stierhirten (gardians) auf ihren Camargue-Pferden hüten die Herden und kümmern sich um das Sortieren der Stiere vor deren Kennzeichnung (ferrade) oder Beförderung zu den Arenen. Sie sind ebenfalls die unentbehrlichen Helfer, wenn die Stiere in den Straßen laufen gelassen werden. Sie begleiten und lenken die Stiere auf dem Weg zu den Arenen, auf den „abrivado“, „encierro“ und „bandido“, dem traditionellen Vorspiel der Festlichkeiten in der Provence. Die im Jahr 1512 gegründete Bruderschaft der Stierhüter (Confrérie des Gardians) von Saint-Georges organisiert jedes Jahr am 1. Mai in Arles das Fest der Gardians. Nach dem Anlegen der traditionellen Kleidung, deren genauer Code auf den Marquis de Baroncelli zurückgeht, und dem Anschirren der Pferde nach Art der Camargue bilden die Reiter einen Prozessionszug, der sie zur Eglise de la Major führt, wo sie den kirchlichen Segen empfangen. Am Nachmittag stellen Sie bei einer großen Veranstaltung ihre traditionsreichen Künste zur Schau, die sich an Gewandtheit und Geschicklichkeit übertreffen, bevor sie zu den Weiden zurückkehren, wo ihre Stiere auf sie warten.

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